Flatterstrom – Und die Lichter gehen aus
Flatterstrom, auch Zappelstrom genannt, ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Strom aus erneuerbaren Quellen, dessen Einspeisung je nach Wetterlage stark schwankt. Wie viel davon im Netz ankommt, hängt von Windstärke und Sonneneinstrahlung ab, bei Laufwasserkraftwerken davon, wie viel Wasser die Flüsse gerade führen. Das setzt die Netzstabilität unter Druck.
Für Netzbetreiber ist diese Volatilität technisch wie finanziell anspruchsvoll: Einspeisung und Verbrauch müssen jederzeit im Gleichgewicht sein, sonst geraten Frequenz und Spannung aus dem Sollbereich. Besonders kritisch sind Dunkelflauten, also längere Phasen mit wenig Wind und wenig Sonne.
Mit der Energiewende wird das Thema drängender. Die Werkzeuge, um die Schwankungen auszugleichen, liegen längst bereit: mehr Stromspeicher (Batterien, Pumpspeicher, später auch Wasserstoff), Smart Grids für eine feinere Netzsteuerung sowie flexibel regelbare Kraftwerke, die einspringen, wenn die Erneuerbaren wenig liefern. Dazu kommen Lastmanagement und dynamische Stromtarife, die den Verbrauch zeitlich an das Angebot anpassen. Und dann ist da noch der Ausbau der Übertragungsnetze, der die windreichen Küsten mit den Verbrauchszentren im Süden verbindet.
Auf diesen Seiten bündeln wir Hintergründe zu Flatterstrom, Zappelstrom und der Energiewende. Aktuelle Entwicklungen findest du in den News, alle Themen im Überblick im Inhaltsverzeichnis.
Grundlagen des Stromnetzes
Hier geht es um das System selbst: warum die Einspeisung schwankt, was passiert, wenn sie über Tage ausfällt, und mit welchen Werkzeugen das Netz das auffängt.
Entstehung von Flatterstrom und die Folgen: wie Flatterstrom entsteht, welche Probleme er verursacht und wie du dich auf einen Stromausfall vorbereitest.
Die Dunkelflaute ist der Belastungsfall, an dem sich das ganze System messen lassen muss.
Stromnetzausbau: warum es ohne ihn nicht geht und woran er hängt.
Smart Meter und dynamische Stromtarife, also Messtechnik und Preise, die erst zusammen etwas bringen.
Stromspeicher und Energy Sharing helfen, Strom zeitlich zu verschieben oder mit den Nachbarn zu teilen.
Erzeugung und Wärme
Was auf dem eigenen Dach, im eigenen Keller und im eigenen Boden möglich ist und was sich davon wirklich rechnet.
Solaranlagen: Photovoltaik, Solarthermie und Balkonkraftwerk, dazu die Frage der Wirtschaftlichkeit.
Bei der Wärmepumpe geht es um Jahresarbeitszahl, Altbau-Tauglichkeit und die Förderung nach der Reform.
Windkraftanlagen: Technik, Standortkriterien und was Kleinwindkraft am Eigenheim im Alltag leistet.
Über Geothermie und kleine Atomreaktoren wird viel geredet und wenig gebaut.
E-Mobilität und Laden
Das Fahrzeug ist der größte Verbraucher, den sich ein Haushalt zulegen kann. Mit bidirektionalem Laden wird es gleichzeitig zum größten Speicher.
Elektroauto: Reichweite, Kosten, Laden und Alltagstauglichkeit.
Zur Ladeinfrastruktur findest du aktuelle Zahlen, die Ausbauziele und den Unterschied zwischen AC, DC und HPC.
Bidirektionales Laden macht das Auto zum Speicher für Haus und Netz.
Elektrofahrräder und Elektroroller: was erlaubt ist, was versichert werden muss und was das kostet.
Zum Nachschlagen
Wenn dir in einem Artikel ein Begriff begegnet, den du eingeordnet wissen willst, hilft das Glossar mit über 110 Einträgen samt Synonymen weiter. Wer wissen will, wer hier schreibt und woran sich die Beiträge messen lassen, findet das auf der Seite über den Autor.