Flatterstrom – Und die Lichter gehen aus
Der Wind legt sich, eine Wolkenbank schiebt sich vor die Sonne, und im Stromnetz fehlt plötzlich ein guter Teil der Leistung, mit der eben noch gerechnet wurde. Genau das meint Flatterstrom. Manche sagen auch Zappelstrom. Gemeint ist Strom aus Wind, Sonne und Laufwasser, der nicht dann kommt, wenn man ihn bestellt, sondern wenn das Wetter mitspielt.
Im Erzgebirge kann man dabei zusehen. An manchen Tagen drehen sich auf dem Kamm alle Windräder, an anderen steht jedes still, und unten im Tal hängt der Nebel über den Solardächern. Für die Netzbetreiber ist das Schwerstarbeit. Verbrauch und Einspeisung müssen in jedem Augenblick zusammenpassen. Tun sie es nicht, laufen Frequenz und Spannung weg. Am härtesten wird es in der Dunkelflaute: wenig Wind, wenig Sonne, und das manchmal tagelang.
Lösbar ist das. Es gibt Stromspeicher vom Hausakku über das Pumpspeicherwerk bis, irgendwann, zum Wasserstoff. Es gibt Kraftwerke, die einspringen, wenn der Wind Pause macht, dazu Smart Grids und Tarife, bei denen Strom billiger ist, solange viel davon da ist. Und es gibt neue Leitungen, die den Windstrom von der Küste in den Süden bringen sollen. Wie schnell die fertig werden, ist eine andere Frage. Mehr dazu beim Ausbau der Übertragungsnetze.
Ich arbeite seit über dreißig Jahren in der Elektrotechnik und habe dabei vor allem eines gelernt: Die Physik ist überall dieselbe, die Vorschriften sind es nicht. Diese Seite ist werbefrei. Deshalb darf hier auch stehen, dass sich ein Balkonkraftwerk in Nordlage kaum rechnet und kleine Windräder am Eigenheim meistens enttäuschen. Was es Neues gibt, steht in den News, alles auf einen Blick im Inhaltsverzeichnis.
Grundlagen des Stromnetzes
Warum schwankt die Einspeisung überhaupt? Was passiert, wenn sie tagelang ausbleibt? Und wie fängt das Netz das auf? Darum geht es hier.
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Die Dunkelflaute. Wenn das System irgendwo bestehen muss, dann hier.
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Erzeugung und Wärme
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E-Mobilität und Laden
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Zum Nachschlagen
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