Flatterstrom
Und die Lichter gehen aus. 🤨️
Banner von Windkraftgegnern an einer Straße

Flatterstrom – Und die Lichter gehen aus

Flatterstrom, auch Zappelstrom genannt, ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Strom aus erneuerbaren Quellen, dessen Einspeisung je nach Wetterlage stark schwankt. Wie viel Energie aus Wind, Sonne oder Wasserkraft tatsächlich im Netz ankommt, hängt von Windstärke und Sonneneinstrahlung ab – bei der Wasserkraft zusätzlich von den Pegelständen der Speicher. Das Ergebnis ist eine Stromerzeugung, die regional wie überregional volatil ausfällt und die Netzstabilität spürbar unter Druck setzt.

Für Netzbetreiber ist diese Volatilität sowohl eine technische als auch eine finanzielle Herausforderung: Einspeisung und Verbrauch müssen jederzeit im Gleichgewicht sein, sonst geraten Frequenz und Spannung im Stromnetz aus dem Takt. Besonders kritisch sind sogenannte Dunkelflauten – längere Phasen, in denen sowohl Wind- als auch Solarenergie kaum verfügbar sind.

Mit der Energiewende gewinnt das Thema weiter an Bedeutung. Auf dem Tisch liegt ein Bündel an Lösungsansätzen: ein konsequenter Ausbau der Stromspeicher (Batterien, Pumpspeicher und perspektivisch Wasserstoff), eine intelligentere Netzsteuerung über Smart Grids sowie flexibel regelbare Kraftwerke, die einspringen können, wenn die Erneuerbaren wenig liefern. Dazu kommen Lastmanagement und dynamische Stromtarife, die den Verbrauch zeitlich an das Angebot anpassen.

Auf diesen Seiten bündeln wir Hintergründe zu Flatterstrom, Zappelstrom und der Energiewende. Aktuelle Entwicklungen findest du in den News, eine thematische Übersicht im Inhaltsverzeichnis.

Moderne Windenergieanlage auf einem Bergrücken mit Richtfunkantennen für die Netzkommunikation
Moderne Windenergieanlage mit Richtfunkantennen – die Vernetzung der Anlagen ist Grundlage einer intelligenten Netzsteuerung.