Flatterstrom – Und die Lichter gehen aus
Flatterstrom, auch Zappelstrom genannt, ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Strom aus erneuerbaren Quellen, dessen Einspeisung je nach Wetterlage stark schwankt. Wie viel Energie aus Wind und Sonne tatsächlich im Netz ankommt, hängt von Windstärke und Sonneneinstrahlung ab; bei Wasserkraft kommen die Pegelstände der Speicher hinzu. Das Ergebnis ist eine schwankende Einspeisung, die die Netzstabilität unter Druck setzt.
Für Netzbetreiber ist diese Volatilität technisch wie finanziell anspruchsvoll: Einspeisung und Verbrauch müssen jederzeit im Gleichgewicht sein, sonst geraten Frequenz und Spannung aus dem Sollbereich. Besonders kritisch sind Dunkelflauten – längere Phasen mit wenig Wind und wenig Sonne.
Mit der Energiewende wird das Thema drängender. Die Werkzeuge dafür liegen längst bereit: mehr Stromspeicher (Batterien, Pumpspeicher, später auch Wasserstoff), Smart Grids für eine feinere Netzsteuerung sowie flexibel regelbare Kraftwerke, die einspringen, wenn die Erneuerbaren wenig liefern. Dazu kommen Lastmanagement und dynamische Stromtarife, die den Verbrauch zeitlich an das Angebot anpassen – und der Ausbau der Übertragungsnetze, der die windreichen Küsten mit den Verbrauchszentren im Süden verbindet.
Auf diesen Seiten bündeln wir Hintergründe zu Flatterstrom, Zappelstrom und der Energiewende. Aktuelle Entwicklungen findest du in den News, alle Themen im Überblick im Inhaltsverzeichnis.